Aussehen

Männer waren im Durchschnitt 172 cm, Frauen 160 cm groß. Damit waren sie ungefähr je 6 cm kleiner als heutige Deutsche, aber rund 7 cm größer als ihre Zeitgenossen aus dem Mittelmeerraum.

Kräftige Muskeln an den Skeletten lassen einen starken Körperbau vermuten, trotz häufiger Nahrungsmangelphasen während der Wintermonate. Bei Moorleichenfunden waren helle Haare dominant - das Bild der römischen Berichterstatter scheint somit bestätigt.

Ich für meine Person schließe mich der Ansicht an, dass sich die Bevölkerung Germaniens nicht mit Fremden durch Heiraten vermischt hat und so ein reiner und nur sich selbst gleicher Menschenschlag geblieben ist. Deshalb ist auch die äußere Erscheinung, trotz der so großen Menschenzahl, bei allen die gleiche: trotzige blaue Augen, rotblondes Haar und hoher Wuchs; doch reicht die Kraft ihres Körpers nur zum Angriff. Mühseliger Anstrengung sind die Germanen nicht im gleichen Maße gewachsen und am wenigsten können sie Durst und Hitze aushalten; dagegen sind sie an Kälte und Hunger durch Klima und kargen Boden gewöhnt. (Tacitus, Germania)